TDD
Testgetriebene Entwicklung kehrt den konventionellen Code-dann-Test-Workflow um. Der Entwickler schreibt zunächst einen kleinen Test, der das erwartete Verhalten definiert, beobachtet sein Fehlschlagen (Red), schreibt den minimalen Code, um ihn bestehen zu lassen (Green), und strukturiert dann den Code für Klarheit um, ohne das Verhalten zu ändern (Refactor). Dieser Red-Green-Refactor-Zyklus dauert typischerweise Minuten und erzeugt Code, der von der ersten Zeile an durch Tests abgedeckt ist.
Die Praxis wurde von Kent Beck in seinem Buch Test-Driven Development: By Example von 2002 populär gemacht. Über das frühe Erkennen von Bugs hinaus formt TDD das Design: testbaren Code zu schreiben führt natürlich zu kleineren Funktionen, expliziten Abhängigkeiten und klareren Schnittstellen. Tests dienen zudem als lebendige Dokumentation des beabsichtigten Verhaltens.
TDD gilt über alle Teststufen — Unit Tests, Integrationstests und Akzeptanztests — wobei der Zyklus auf Unit-Ebene am schnellsten und verbreitetsten ist. Frameworks wie Specs2 für Scala und Gatling für Lasttests bringen dieselbe Test-First-Denkweise in spezialisierte Domänen.
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