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Warum wir in Kundenprojekten auf Open Source setzen

8. April 2025

Wenn wir ein Kundenprojekt starten, steht früh eine Frage im Raum: Welche Bausteine setzen wir ein? Fertige Plattformen, proprietäre Bibliotheken — oder Open Source? Unsere Antwort fällt meistens gleich aus. Nicht aus Prinzip, sondern weil es in den meisten Fällen die bessere Entscheidung ist.

Transparenz statt Vertrauen auf Versprechen

Proprietäre Software verlangt Vertrauen: Vertrauen, dass der Anbieter Sicherheitslücken zeitnah schliesst. Vertrauen, dass die API stabil bleibt. Vertrauen, dass das Produkt in fünf Jahren noch existiert. Open-Source-Code können wir lesen, prüfen und bei Bedarf selbst anpassen. Das ist kein theoretischer Vorteil — in der Praxis bedeutet es, dass wir Probleme lösen können, statt auf ein Support-Ticket zu warten.

Unabhängigkeit gehört dem Kunden

Ein Projekt, das auf Open Source aufbaut, bindet den Kunden nicht an uns. Jedes andere Team mit den passenden Kenntnissen kann die Software weiterentwickeln, warten oder in eine andere Richtung bringen. Das ist gewollt: Wir bauen Software, die dem Kunden gehört — nicht nur vertraglich, sondern auch praktisch.

Langlebigkeit ist planbar

Viele der Frameworks und Bibliotheken, die wir einsetzen, werden von grossen Communities getragen. Sicherheitsupdates kommen oft schneller als bei kommerziellen Anbietern. Und wenn ein Projekt tatsächlich einmal einschläft, bleibt der Code verfügbar — ein Fork ist möglich, ein Umstieg planbar. Bei proprietärer Software endet mit dem Anbieter oft auch die Software.

Kein Dogma

Wir setzen Open Source dort ein, wo es sinnvoll ist. Wenn ein proprietäres Tool die bessere Lösung bietet — etwa bei spezialisierter Branchensoftware oder regulatorischen Anforderungen — empfehlen wir das offen. Die Entscheidung gehört dem Kunden, und unsere Aufgabe ist es, die Optionen ehrlich darzulegen.

Was bei all dem oft untergeht: Open Source ist nicht nur eine technische Entscheidung. Es ist ein Bekenntnis zu Zusammenarbeit, zu offenen Standards und dazu, dass gute Software nicht hinter Lizenzschlüsseln verschwinden muss. Das deckt sich mit unserer Art zu arbeiten — und mit dem, was die meisten unserer Kunden erwarten.