Die Genossenschaft als Geschäftsform
Zu uns passt sie, die Genossenschaft. Jede Genossenschafterin, jeder Genossenschafter geniesst die Mitsprache und ist gleichwertiger Teil des Ganzen. Auch wenn der Geschäftsgang erfreulich ist, profitieren alle davon. Bei Tegonal ist man keiner starren Hierarchie untergeordnet.
Wenn Du mehr dazu erfahren oder wissen willst, ob diese Geschäftsform auch für deine Firma funktionieren könnte, geben wir dir auch gerne bei einem Kaffee Auskunft.
Warum wir eine Genossenschaft sind
Tegonal wurde 2004 als GmbH gegründet. Von Anfang an verfügten alle Gesellschafter über gleiche Anteile und gleiche Rechte. Anfang 2022 haben wir die GmbH in eine Genossenschaft umgewandelt — nicht weil sich etwas ändern sollte, sondern weil die Rechtsform endlich zu dem passte, was wir schon immer gelebt haben.
Der Zweck von Tegonal war nie die Maximierung von Gewinn oder Shareholder Value. Unser Ziel ist, ein guter und flexibler Arbeitgeber zu sein: mit fairen Arbeitsbedingungen, interessanter Tätigkeit und fairem Lohn. In einer Genossenschaft lässt sich das besser verankern als in einer GmbH. Es gibt keine stillen Teilhaber:innen und keine externen Investor:innen, die Rendite erwarten. Wer bei Tegonal arbeitet, kann Genossenschaftsmitglied werden. Wer Tegonal verlässt, scheidet als Mitglied aus.
Faire Löhne, offene Bücher
Bei Tegonal liegt die maximale Lohndifferenz bei 20 Prozent — zwischen dem tiefsten und dem höchsten Gehalt. Es gibt eine fixe Lohnobergrenze. Die Löhne sind transparent.
Das ist kein Experiment. Wenn alle gleichwertig zur Arbeit beitragen, sollen die Löhne das widerspiegeln. Zum Vergleich: In börsenkotierten Unternehmen liegt das Verhältnis zwischen höchstem und tiefstem Lohn oft bei 100:1 oder mehr.
Auch bei der Vorsorge gehen wir bewusst einen eigenen Weg. Unsere Pensionskasse ist die Nest Sammelstiftung, die auf eine ethische, ökologische und transparente Anlagestrategie setzt. Als wir unsere frühere Pensionskasse fragten, wie unsere Vorsorgegelder angelegt werden, lautete die Antwort: «Das ist unser Geschäftsgeheimnis.» Das war für uns nicht akzeptabel.
Entscheidungen im Konsent
Tegonal trifft Entscheidungen nach dem Konsent-Prinzip. Eine Entscheidung wird getragen, wenn niemand einen schwerwiegenden, begründeten Einwand dagegen hat — nicht erst, wenn alle begeistert zustimmen.
Das ist ein wichtiger Unterschied zum Konsens. Konsens sucht volle Zustimmung und wird oft zum Kompromiss oder zur Blockade. Konsent fragt: «Ist dieser Vorschlag gut genug für jetzt und sicher genug zum Ausprobieren?» Wer einen Einwand erhebt, muss ihn begründen. Der Einwand wird in einen verbesserten Vorschlag integriert, und die Runde beginnt von vorne. Dieser Ansatz, verwurzelt in der Soziokratie, passt gut zu unserer agilen Arbeitsweise und funktioniert bei uns auf allen Ebenen: von der Projektplanung bis zur strategischen Ausrichtung der Firma.
Mehr als eine Rechtsform
Die Genossenschaft ist für uns kein juristisches Detail. Sie ist die Struktur, die unsere Art der Zusammenarbeit möglich macht: ohne starre Hierarchien, mit Mitsprache auf allen Ebenen und mit der Freiheit, Pensum und Arbeitsort selbst zu bestimmen.
Jedes Mitglied hat eine Stimme — unabhängig davon, wie lange es dabei ist oder von wo es arbeitet. Tegonal besteht aus der Summe der Mitarbeitenden, und die Struktur soll das abbilden.
Gemeinsam etwas aufbauen
Ob gemeinsames Projekt, Partnerschaft oder Beitrag zu etwas Grösserem — wir sind immer offen, gemeinsam etwas aufzubauen.